| Geschichte | |
| An dieser Stelle Interessantes und Wissenswertes zu Diesbar-Seußlitz:
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Seußlitz 1205. Der Schlossgarten ist in einem französischen und englischen Gartenbaustil angelegt. Im Park befinden sich Skulpturen, die die Jahreszeiten bzw. die Monate versinnbildlichen. Ein Teil der Originale aus dem Umfeld der Werkstatt Permosers befindet sich im Haus des Gastes. In der Hauptachse des Parks liegt die "Heinrichsburg", ein
schlichtes zweigeschossiges Gartenhaus, benannt nach dem Grafen Heinrich
von Bünau, 1725/26 ebenfalls nach Plänen George Bährs erbaut.
Von dort hat man einen schönen Blick ins Elbtal stromauf bis Zehren
und stromab bis Boritz. Dem Gartenhaus gegenüber auf der anderen
Seite des Schlosses befindet sich ein barockes Winzerhaus, die "Luisenburg". |
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| Vom Weinstock . . . | |
| Der Weinbau im Meißner Elbtal kann auf eine 800jährige
Tradition zurückblicken. Als ältester Nachweis für sächsischen
Elbwein gilt eine Urkunde aus dem Jahre 1161 mit der Meißens Markgraf
Otto der Reiche der St. Egidienkapelle einen Weinberg übereignete.
Auf eben diesem Meisaberg wird auch noch heute Wein angebaut. Im Jahre 1272 schenkte Markgraf Heinrich der Erlauchte dem Kloster Seußlitz einen Weinberg. In dichter Folge können in der Folgezeit elbauf-und elbabwärts Weinbauorte benannt werden: 1250 Radebeul, 1268 Seußlitz, 1286 Dresden, 1473 Stüptitz bei Torgau. zur Presse, ins Fass . . . Seine größte Ausdehnung erfuhr der Elbweinbau im 15. und 16. Jahrhundert, auf 4000 bis 5000 ha kann der mittelalterliche Weinbau in Sachsen nach heutigem Kenntnisstand geschätzt werden. Auch die Meißner Bischöfe betätigten sich als Winzer, besaßen sie doch einige der besten Lagen. Seit dem 18. Jahrhundert schrumpfte das Anbaugebiet kontinuierlich. Niedriger Stand der Produktivkräfte, billigere und bessere Weine westlicherer Anbaugebiete, billigere Konkurrenzgetränke wie Bier, Kaffee, Tee waren die Hauptursachen. Die Einschleppung der Reblaus vollendete nur den Niedergang des Elbweinbaues. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es ungefähr 20 ha, die noch mit Reben bepflanzt waren. Rettung brachte der Franzose Planchon, der lausresistenten amerikanischen Wildreben die europäischen Züchtungen aufpfropfte. 1905 wurde der Pfropfenanbau für Sachsen freigegeben, 1907 bereits bepflanzte Baumeister Bahrmann in Seußlitz seinen Berg mit den reblausfesten Reben. |
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